Wann ist ein Buch ein schönes Buch und werden schöne Bücher überhaupt gebraucht?

Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das schöne Buch suchen im Gespräch der Verleger und Buchgestalter Dr. Jens-Fietje Dwars aus Jena und der Büchersammler Dr. Peter Labuhn aus Stendal. Beide treffen sich dazu im Rahmen des Neujahrsempfanges, zu dem der Verein Literaturhaus Magdeburg und der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt »Willibald Pirckheimer« gemeinsam einladen. Für die musikalische Begleitung sorgen Marco Reiß und das Rossini-Quartett. 

Der Neujahrsempfang findet statt
am Mittwoch, 23. Januar 2019,
um 17 Uhr
im Literaturhaus Magdeburg.

Dr. Jens-Fietje Dwars und Dr. Peter Labuhn werden nicht nur über das schöne Buch sprechen, sondern auch Beispiele für aus ihrer Sicht gelungene und weniger gelungene Buchgestaltung mitbringen. So können sich die Gäste ein eigenes Bild davon machen, ob sie sich eher mit den Auffassungen des Gestalters und Verlegers oder des Sammlers anfreunden können - vielleicht ja auch mit beiden. Auf jeden Fall bietet der Abend die seltene Gelegenheit, die Vielfalt von schönen Büchern aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen.


Damit wird zum Neujahrsempfang ein Thema aufgegriffen, das derzeit unter Sammlern und Gestaltern von Büchern kontrovers diskutiert wird. Dazu haben die Grafikdesign-Professoren Ingo Offermanns (HFBK Hamburg), Markus Dreßen (HGB Leipzig ) und Markus Weißbeck (Bauhaus-Universität Weimar) einem offenen Brief verfasst, in dem es unter anderem heißt: »… Buchgestaltung primär affirmativ und in kommerziellen Verwertungszusammenhängen zu denken, ist eine unzutreffende und unverantwortliche Verengung, denn kritische Ästhetik trägt weiter als jede Marketingstrategie. Es braucht darum ein Forum, das diesen zentralen Aspekt kritisch-ästhetischen Kulturschaffens fördert und vermittelt. Die Stiftung Buchkunst will ein solcher Ort sein. Lässt man die Stiftungsarbeit der letzten Jahre allerdings Revue passieren, drängt sich der Eindruck auf, dass die Stiftung »das schöne Buch« als marktgerechtes Erbauungsaccessoire mit Renditepotenzial missversteht und den nationalen wie internationalen Diskurs kritischer Buchästhetik systematisch ausblendet. …« Der offene Brief lässt sich hier im aktuellen Heft der »Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie« nachlesen.