Die nächste Veranstaltung

Buchillustrationen des Malers und Graphikers Eberhard Schlotter

Faksimile-Ausgabe »Go Wekk Go Wekk - Vorbi Vorbi. Erinnerungen und Reflexionen.«

Eberhard Schlotter gehört zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Kunst nach 1950. Geboren wurde der Maler und Graphiker 1921 in Hildesheim. Gestorben ist er am 8. September 2014 in Altea in Spanien. Im Band 19 der 24 Bände umfassenden Brockhaus-Enzyklopädie heißt es 1992: »Schlotter steht in seinen virtuosen, von F. de Goya und E. Schiele beeinflussten Radierungen und Gemälden dem Surrealismus nahe.« Der Brockhaus verweist auch auf Schlotters Buchillustrationen und hebt dabei den »Don Quichote« (1977-81) hervor. Zu diesem Zeitpunkt liegen noch mehr als zwei Jahrzehnte fruchtbringendes Schaffen vor dem Künstler.

Die Persönlichkeit Eberhard Schlotter sowie sein Werk stehen im Mittelpunkt des nächsten Vortragabends des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt. Dieser findet am 17. Mai im Literaturhaus Magdeburg statt und beginnt um 19 Uhr. Dass die Gäste nicht nur einen Einblick in das Werk Eberhard Schlotters bekommen, sondern auch einen Eindruck von dem Menschen, der hinter dem Künstler steht, dafür ist die Referntin des Abends Garant. Jutta Osterhof aus Berlin ist eine ausgewiesene Kennerin des Schlotterschen Schaffens, war zugleich mit dem Künstler viele Jahre befreundet und ist heute Vorsitzende des Kuratoriums der Eberhard-Schlotter-Stiftung im Bomann-Museum Celle und im Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft aktiv.

Jutta Osterhof führt die Besucher einer Schlotter-Ausstellung durch das Bomann-Museum in Celle.

Eberhard Schlotter war äußerst produktiv. Er hinterließ ein vielschichtiges Werk: Gemälde und Grafiken, literarischen Arbeiten und Illustrationen. Dieses Werk ist zudem äußerst umfangreich. Die 1993 gegründete Eberhard-Schlotter-Stiftung in Celle, die einen Teil seines Werkes besitzt, hat über 300 Ölgemälde und mehr als 400 Aquarelle aus allen Schaffensperioden, mehr als 4.200 grafische Arbeiten sowie zahlreiche Mappenwerke, bibliophile Ausgaben sowie eigene illustrierte Texte des Künstlers in ihrem Bestand.

Vor diesem Hintergrund, abgestimmt auf die Vorlieben von Bibliophilen und Graphikfreunden wie den Pirckheimern, wird sich Jutta Osterhof an diesem Abend in Magdeburg vor allem den Buchillustrationen des Malers und Graphikers annehmen. Schlotter schuf zahlreiche Mappenwerke und bibliophile Ausgaben zu Texten von Giovanni Boccaccio, Bertold Brecht, Federico García Lorca und anderen Literaten. Beispielhaft seien hier zwei Werke angeführt. Der „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes Saavedra, zu dem Eberhard Schlotter Illustrationen angefertigt hat. So entstand eine Mappe mit Originalradierungen: 160 Farbradierungen 1977-81 (spanischer Text) in 300 nummerierten Exemplaren. Und »Go Wekk Go Wekk - Vorbi Vorbi. Erinnerungen und Reflexionen Diese Mappe mit acht Originalradierungen wurde 1990/91 in 85 nummerierten Exemplaren herausgegeben. Eine Faksimile-Ausgabe erschien 1991 in einer Auflage von 700 Exemplaren.

Innenseite der Faksimile-Ausgabe von »Go Wekk Go Wekk - Vorbi Vorbi. Erinnerungen und Reflexionen.«