Im Rückblick

„Buchgelüste“ mit Rainer Ehrt

Rund 20 Gäste trafen sich am 18. Mai im Magdeburger Literaturhaus, um den Buchkünstler Rainer Ehrt zu erleben. Rainer Ehrt stellte anhand zahlreicher Bildbeispiele sein künstlerisches Schaffen vor, das in der „Edition Ehrt“ mit Sicherheit einen Höhepunkt erfährt. Zur Freude der Pirckheimer und ihrer Gäste hatte Rainer Ehrt einige seiner Künstlberbücher mitgebracht. Gerne nutzten die Gäste die Chance, diese Kunstwerke in die Hand zu nehmen und darin zu blättern.

 

Vernissage mit mehr als 50 Gästen

Grafische Arbeiten, Druckstöcke und Handpressendrucke von Martha Irene Leps

Nicht viele Menschen sind begeistert, wenn sie zusätzlich Arbeit haben. Nicht so bei den Magdeburger Pirckheimern. Sie freuten sich am Mittwochabend, als sie noch zusätzlich Stühle organisieren mussten, damit alle Gäste der Vernissage einen Sitzplatz fanden. Etwas mehr als 50 Kunstinteresierte waren am 20. April nach Magdeburg in das Literaturhaus gekommen, um die Eröffnung der Ausstellung mit Werken der Zerbster Künstlerin Martha Irene Leps mitzuerleben. Ausgestellt sind grafische Arbeiten, Druckstöcke und Handpressendrucke. Der Titel der Ausstellung: „Mit leichtem Gepäck“.

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Rilke nannte sie „verehrte Insel-Herrin“

Sabine Knopf war am 10. Februar gast der Pirckheimer im Literaturhaus Magdeburg.

Die Autorin Sabine Knopf war am 10. Februar aus Leipzig nach Magdeburg gekommen, um im Literaturhaus auf Einladung des Vereins der Magdeburger Pirckheimer über das Leben und Schaffen von Katharina Kippenberg (1876-1947) zu erzählen. Der Vortrag lebte nicht nur vom Wort. Angereichert mit vielen Bildern führte er auch in die legendäre Ära Kippenberg der „Insel" von 1905-1950, in der das Profil des heute noch bestehenden Verlages nachhaltig geprägt wurde. Virtuell erlebten die Gäste des Abends ebenso die Schauplätze des Wirkens der beiden: das alte Verlagsgebäude im Graphischen Viertel Leipzigs und das Wohnhaus mit dem berühmten Turmzimmer, in dem Rilke seinen „Malte Laurids Brigge" diktiert hatte. Der anmutige Sommersitz in Weimar neben Goethes Gartenhaus und schließlich die letzte Zuflucht im hessischen Marburg gesellten sich hinzu.

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Der Soldat Werner Klemke als Lebensretter

Als kleine Erinnerung überreichte Vereinsvorsitzende Sigrid Wege an Matthias Haberzettl  eine Vereinspublikation.

Knapp 30 Gäste waren am 20. Januar ins Magdeburger Literaturhaus gekommen, um den Dokumentarfilm "Treffpunkt Erasmus - Die Kriegsjahre von Werner Klemke" zu sehen. Darin erzählt die niederländische Regisseurin Annet  Betsalel, wie der bekannte Grafiker und Buchkünstlers Werner Klemke während des Zweiten Weltkrieges als Wehrmachtssoldat in den Niederlanden jüdische Familien rettete, indem er Dokumente für sie fälschte. Eine Vergangenheit, über die Klemke öffentlich nie gesprochen hat und die auch in der DDR nahezu unbekannt war.

Werner Klemke war 1956 nicht nur Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. Er hat auch das Signet geschaffen, dass jede Ausgabe der „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“ ziert.

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