Sabine Knopf war am 10. Februar gast der Pirckheimer im Literaturhaus Magdeburg.

Die Autorin Sabine Knopf war am 10. Februar aus Leipzig nach Magdeburg gekommen, um im Literaturhaus auf Einladung des Vereins der Magdeburger Pirckheimer über das Leben und Schaffen von Katharina Kippenberg (1876-1947) zu erzählen. Der Vortrag lebte nicht nur vom Wort. Angereichert mit vielen Bildern führte er auch in die legendäre Ära Kippenberg der „Insel" von 1905-1950, in der das Profil des heute noch bestehenden Verlages nachhaltig geprägt wurde. Virtuell erlebten die Gäste des Abends ebenso die Schauplätze des Wirkens der beiden: das alte Verlagsgebäude im Graphischen Viertel Leipzigs und das Wohnhaus mit dem berühmten Turmzimmer, in dem Rilke seinen „Malte Laurids Brigge" diktiert hatte. Der anmutige Sommersitz in Weimar neben Goethes Gartenhaus und schließlich die letzte Zuflucht im hessischen Marburg gesellten sich hinzu.

Als kleine Erinnerung überreichte Vereinsvorsitzende Sigrid Wege an Matthias Haberzettl  eine Vereinspublikation.

Knapp 30 Gäste waren am 20. Januar ins Magdeburger Literaturhaus gekommen, um den Dokumentarfilm "Treffpunkt Erasmus - Die Kriegsjahre von Werner Klemke" zu sehen. Darin erzählt die niederländische Regisseurin Annet  Betsalel, wie der bekannte Grafiker und Buchkünstlers Werner Klemke während des Zweiten Weltkrieges als Wehrmachtssoldat in den Niederlanden jüdische Familien rettete, indem er Dokumente für sie fälschte. Eine Vergangenheit, über die Klemke öffentlich nie gesprochen hat und die auch in der DDR nahezu unbekannt war.

Werner Klemke war 1956 nicht nur Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. Er hat auch das Signet geschaffen, dass jede Ausgabe der „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“ ziert.