Im Rückblick

Vernissage mit mehr als 60 Kunstfreunden

Die Künstlerin Christiane Schütze (r.) und vereinsvorsitzende Sigrid Wege begrüßen die Gäste der Vernissage.

Bei mehr als 60 Gästen war am Mittwochabend (15. März) die Sitzkapazität im Literaturhaus Magdeburg erschöpft. So bewiesen einige der Anwesenden im wahrsten Sinne des Wortes Stehvermögen, um die Vernissage der Ausstellung mit Malerei und Lyrik der Künstlerin Christiane Schütze mitzuerleben. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der gastgebenden Magdeburger Pirckheimer, Sigrid Wege, führte die Kulturwissenschaftlerin Eva Reulicke mit ihrer Laudatio in das malerische und zeichnerische Werk von Christiane Schütze ein. (Zum Nachlesen die Laudatio: Christiane Schütze - Malerei und Lyrik in ganzer Länge).
Anschließend trug die Künstlerin einige der von ihr verfassten Texte vor, die als Drucke einen Platz in der Ausstellung gefunden haben. Somit bot sich den Besuchern ein harmonisches und zur Diskussion anregendes Ausstellungsbild, das die Doppelbegabung Christiane Schützes mit Malerei und Lyrik anschaulich, zumindest in der Eröffnung auch hörbar werden ließ. Apropos harmonisch: Mit Eva Kalvelage (Violine) und Sarah Zucker (Violincello) haben zwei junge Musikerinnen die Eröffnung der Ausstellung einen ansprechenden musikalischen Rahmen gegeben, der für viel Beifall sorgte. Beifall für die Werke von Christiane Schütze gab es zwar nicht als Klatschen, dafür war dies umso mehr anhand der Gespräche in den Ausstellungsräumen herauszuhören. Auf wieviel Zuspruch die Kunst von Christiane Schütze stieß, zeigten die anregenden Gespräche, die einige der Besucher mit der Künstlerin noch drei Stunden nach Eröffnung führten.

Laudatorin Eva Reulicke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eva Kalvelage (Geige) und Sarah Zucker (Violincello) begleiteten die Vernissage musikalisch.

 

 Vorab lieferte der Einladungsflyer erste Informationen zur Künstlerin und ihren Werken.Viele Gäste nutzen die Vernissage, um mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.

Lothar Lang - Kunstkritiker und Gast in Magdeburg

Viele Erinnerungen wurden bei den Magdeburger Pirckheimern wach, als Elke Lang am 15. Februar im Literaturhaus das Buch Lothar Lang: „Begegnung und Reflexion. Kunstkritik in der Weltbühne“, vorstellte.  Von den anwesenden Gästen konnte sich so mancher an den Besuch des in der DDR wohl bekanntesten und vielleicht einflussreichsten Kunstkritikers in Magdeburg erinnern. Historische Fotos von diesem  Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Magdeburg im November 1973, hatte Elke Lang mitgebracht. Sie ist die Witwe des 2013 verstorbenen Pirckheimers, Kritikers, Wissenchaftlers und Publizisten Lothar Lang. Er war von von 1956 bis 1981 Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft, aus der nach der Wende der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“ (kurz Magdeburger Pirckheimer) hervorgegangen war.

Diese angenehme Randerscheinung der Erinnerung an das Jahrestreffen 1973 sorgte für viel Diskussionsstoff und für angenehme Rückblicke. Im Mittelpunkt des Abend standen jedoch die Kunstkritiken, die Lothar Lang in der traditionsreichen „Weltbühne“ veröffentlicht hatte. Lang debütierte 1957 in der „Weltbühne“ mit einem Aufsatz über den bedeutenden Kupferstecher Johannes Wüsten. Zum Bruch mit der Weltbühne kam es 1993, als er geforderte Änderungen seiner kritischen Betrachtung einer Ausstellung von 27 Selbstporträts des Malers Max Beckmann in der Hamburger Kunsthalle ablehnte.

Der Schriftsteller Till Sailer liest aus

Mit Elke Lang war der Schriftsteller Till Sailer nach Magdeburg gekommen. Er las Passagen aus dem Buch, während Ellke Lang mehr aus dem persönlichen Umfeld ihres Mannes plauderte und so einen kleinen aber höchst interessanten Einblick in das Kunst-und damit auch Alltagsleben von Lothar Lang ermöglichte.

Elke Lang hatte auch einen Brief des Küstlers Joachim John zu Lothar Lang mitgebracht.

Die Sphären klingen

Wer erst kurz vor der Eröffnung der Ausstellung „Klang der Sphären“ kam oder kommen konnte, musste mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Alle Stühle waren bereits besetzt. Rund 60 Kunst- und Kulturfreunde waren am 16. November ins Magdeburger Literaturhaus gekommen, um die Werke der beiden Künstler Viktoria Veil und Alexander Suslow zu sehen. Unter den Gästen waren nicht nur Mitglieder der Magdeburger Pirckheimer, die die Ausstellung organisiert haben, sondern auch viele Freunde und Kollegen der Künstler. Vereinsvorsitzende Sigrid Wege begrüßte insbesondere Ralph-Jürgen Reipsch vom Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg, das in der oberen Etage die Ausstellung mit Musikliteratur von Georg Philipp Telemann bereichert. Das aus gutem Grund. Denn Reformation und Georg Philipp Telemann bildeten die thematische Klammer für diese Ausstellung.

Die Künstler Viktoria Veil und Alexander Suslow. © Ralf Wege 

Musik gab es auch zur Ausstellungseröffnung. Es spielte Micha Homann vom Konservatorium Georg Philipp Telemann Magdeburg. Die Laudatio hielt der Althistoriker Holger Schmidt, der die Austellung insbesondere aus einem philosophischen Blickwinkel betrachtete und so den Gästen einen Zugang für die Betrachtung des Himmlischen und des Irdischen, von Klang und Mißklang, Chthonischem und Himmlischem, von Dionysischem und Apollinischem, von Instinkt und Verstand, Natur und Kultur eröffnete … und, wie Viktoria Veil und Alexander Suslow diese Klänge in Malerei, Grafik, Fotografie und einer genreübergreifende Synthese aus klassischer  Fotografie und spontaner Malerei gefasst haben.

 

 

 

Seltene Aquarelle von Bruno Beye

Anlässlich des 40. Todestages des Magdeburger Künstlers Bruno Beye hat der Publizist Jörg-Heiko Bruns am 15. Juni 2016 auf Einladung der Magdeburger Pirckheimer dessen Leben und Schaffen rund 40 Zuhörern im Literaturhaus Magdeburg näher gebracht. Dabei konnte Bruns auch aus persönlichen Begegnungen mit Bruno Beye schöpfen, die seinen Vortrag besonders lebendig werden ließen. Ergänzend dazu hatte Bruns Fotoreproduktionen des grafischen Werkes von Beye mitgebracht, aber auch Originalwerke aus Beyes Nachlass, von dem sich ein Teil im Besitz von Jörg-Heiko Bruns befindet. Eine besondere Überraschung brachte Dr. Dietrich Weitz aus Berlin mit. Er stellte einige Aquarelle von Bruno Beye aus, die damit erstmals seit vielen Jahren öffentlich zu sehen waren.